
Azure Migration Schweiz
Der komplette Leitfaden für Unternehmen – von der Strategie bis zum Betrieb.
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Was ist eine Azure-Migration?
Eine Azure-Migration ist die Verlagerung von Servern, Applikationen und Daten aus dem eigenen Rechenzentrum oder von einem anderen Hosting-Anbieter in Microsoft Azure, die Cloud-Plattform von Microsoft. Je nach Ausgangslage reicht das vom einfachen Umzug einzelner virtueller Maschinen bis zur vollständigen Modernisierung der gesamten IT-Landschaft.
Für Schweizer Unternehmen ist Azure besonders relevant, weil Microsoft als einziger grosser Cloud-Anbieter zwei eigene Regionen in der Schweiz betreibt – und weil die enge Integration mit Microsoft 365, Entra ID und den gängigen Business-Applikationen den Betrieb deutlich vereinfacht.
Warum Azure für Schweizer Unternehmen?
Datenhaltung in der Schweiz: Mit den Regionen Switzerland North (Zürich) und Switzerland West (Genf) bleiben Ihre Daten physisch in der Schweiz – ein entscheidender Punkt für revDSG-Compliance, regulierte Branchen und das Vertrauen Ihrer Kunden.
Nahtlose Microsoft-Integration: Die meisten Schweizer KMU arbeiten bereits mit Microsoft 365. Azure nutzt dieselben Identitäten (Entra ID), dieselbe Administration und dieselben Sicherheitsmechanismen – das reduziert Komplexität und Schulungsaufwand erheblich.
Skalierbarkeit statt Investitionszyklen: Statt alle fünf Jahre neue Server zu kaufen, zahlen Sie für das, was Sie nutzen – und skalieren in Minuten statt Monaten. Das verwandelt Investitionskosten in planbare Betriebskosten.
Fundament für KI: Wer KI-Lösungen wie Automatisierung, KI-Agenten oder Private AI einsetzen will, braucht eine moderne Dateninfrastruktur. Azure ist dafür die natürliche Basis – von Azure OpenAI bis zu den Datendiensten, auf denen unsere KI-Lösungen aufbauen.
Die sechs Migrationsstrategien
Nicht jeder Workload gehört auf demselben Weg in die Cloud. Pro System wählen wir eine dieser Strategien:
Rehost (Lift & Shift)
Server und Applikationen werden unverändert in die Cloud verschoben. Schnellster Weg, geringste Anpassung – ideal für den Einstieg oder auslaufende Rechenzentrumsverträge.
Replatform
Kleine Optimierungen während der Migration – z. B. der Wechsel von einem selbst betriebenen SQL-Server zu Azure SQL. Weniger Betriebsaufwand ohne komplette Neuentwicklung.
Refactor
Applikationen werden gezielt angepasst, um Cloud-Dienste wie Container oder serverlose Funktionen zu nutzen. Mehr Aufwand, dafür deutlich tiefere Betriebskosten.
Rearchitect
Die Architektur wird grundlegend überarbeitet – etwa von einem Monolithen zu Microservices. Für geschäftskritische Systeme mit hohen Skalierungsanforderungen.
Rebuild
Die Applikation wird in der Cloud neu entwickelt. Sinnvoll, wenn die bestehende Lösung technologisch am Ende ihres Lebenszyklus steht.
Replace
Die Eigenentwicklung wird durch eine SaaS-Lösung ersetzt – z. B. ein selbst gehosteter E-Mail-Server durch Microsoft 365.
So läuft eine Azure-Migration ab
Assessment
Wir inventarisieren Ihre Infrastruktur, Applikationen und Abhängigkeiten und bewerten, was in die Cloud gehört – und was (noch) nicht.
Planung
Pro Workload legen wir die Migrationsstrategie fest, definieren die Ziel-Architektur in Azure und planen Reihenfolge, Zeitfenster und Rollback-Szenarien.
Migration
Die Umsetzung erfolgt schrittweise und ohne Big Bang: Workload für Workload, mit Tests nach jedem Schritt und minimaler Unterbrechung des Tagesgeschäfts.
Optimierung
Nach der Migration optimieren wir Kosten (Reserved Instances, Right-Sizing), Sicherheit und Performance – und übernehmen auf Wunsch den laufenden Betrieb.
Migration konkret durchdenken?
Im kostenlosen Erstgespräch analysieren wir Ihre Infrastruktur und empfehlen die passende Migrationsstrategie.
Kostenloses Erstgespräch buchenWas kostet eine Azure-Migration – und wie lange dauert sie?
Beides hängt vom Umfang ab. Als ehrliche Orientierung: Die Migration einzelner Workloads oder eines kleineren Server-Setups beginnt typischerweise im fünfstelligen Bereich und ist in wenigen Wochen abgeschlossen. Umfassende Transformationen mit mehreren Systemen, Legacy-Applikationen und hybriden Szenarien laufen über mehrere Monate.
Entscheidend für die Gesamtrechnung sind die laufenden Kosten nach der Migration: Mit Right-Sizing, Reserved Instances und dem Azure Hybrid Benefit lassen sich die Betriebskosten oft um 30–40 % gegenüber einer unoptimierten Umgebung senken. Genau deshalb endet unser Vorgehen nicht mit der Migration, sondern mit der Optimierung und dem Betrieb.
Die fünf häufigsten Fehler
- Lift & Shift für alles – ohne zu prüfen, welche Workloads von Cloud-Diensten profitieren würden. Das Resultat: die alten Probleme auf neuer Infrastruktur, oft zu höheren Kosten.
- Kosten nur auf die Migration rechnen – die laufenden Betriebskosten (Compute, Storage, Egress) werden unterschätzt, weil niemand Right-Sizing und Reservierungen einplant.
- Datenschutz als Nachgedanke – wer erst nach der Migration prüft, wo die Daten liegen und wer darauf zugreifen kann, riskiert teure Nacharbeiten oder Compliance-Verstösse.
- Kein Rollback-Plan – jede Migration braucht ein definiertes Zurück für den Fall, dass ein Workload in der Cloud nicht wie erwartet läuft.
- Das Team vergessen – die beste Cloud-Architektur nützt wenig, wenn niemand im Unternehmen sie bedienen kann. Wissenstransfer gehört in jedes Migrationsprojekt.
Worauf es bei der Wahl des richtigen Partners ankommt, haben wir in einem eigenen Beitrag zusammengefasst: Azure Migration Partner Schweiz – worauf es wirklich ankommt.
Häufige Fragen
Azure Migration in der Schweiz: Ihre Fragen
Datenschutz, Lizenzen & Vorgehen
Ja, wenn Sie das möchten. Microsoft betreibt zwei Schweizer Azure-Regionen: Switzerland North (Raum Zürich) und Switzerland West (Raum Genf). Workloads und Daten lassen sich vollständig in diesen Regionen betreiben – die Daten verlassen die Schweiz nicht. Für die meisten KMU ist Switzerland North die richtige Wahl; Switzerland West dient als Ausweichregion für Disaster Recovery.
Azure lässt sich revDSG-konform betreiben. Entscheidend ist die richtige Konfiguration: Datenhaltung in Schweizer Regionen, sauber geregelte Zugriffe, Verschlüsselung und ein Auftragsverarbeitungsvertrag mit Microsoft. Wir konfigurieren jede Migration von Anfang an nach diesen Grundsätzen – Datenschutz ist Teil der Architektur, nicht ein Häkchen am Schluss.
Schrittweise ist der Normalfall – und unsere klare Empfehlung. Hybride Szenarien, bei denen ein Teil der Systeme on-premises bleibt und ein Teil in Azure läuft, sind technisch ausgereift (z. B. via Azure Arc oder VPN/ExpressRoute). Viele unserer Projekte starten mit einem einzelnen unkritischen Workload und erweitern dann in Etappen.
Bestehende Lizenzen mit Software Assurance lassen sich über den Azure Hybrid Benefit anrechnen – das reduziert die Compute-Kosten für Windows-Server- und SQL-Workloads um bis zu 40 %. Zusätzlich bietet Microsoft für ältere Server-Versionen (z. B. Windows Server 2012) in Azure erweiterte Sicherheitsupdates, die on-premises kostenpflichtig wären.
Ja – zahlreiche Schweizer Banken und Versicherungen betreiben regulierte Workloads in Azure. Die FINMA-Rundschreiben zu Outsourcing und operationellen Risiken verlangen unter anderem Prüfrechte, Datenlokation und ein sauberes Risikomanagement – Anforderungen, die Microsoft mit spezifischen Vertragszusätzen für Finanzdienstleister abdeckt. Die Verantwortung für die korrekte Umsetzung bleibt beim Institut, weshalb die Architektur von Beginn an darauf ausgelegt sein muss.
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Daniel Da Cruz
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