Case Study
Digitale Expertenplanung für Schadenabschätzungen
Entwicklung einer Web-Lösung zur vereinfachten Planung und Koordination von Experten für die Abschätzung wetterbedingter Agrarschäden.
Der gewonnene Mehrwert
Benutzer entlasten
und Daten nutzen.
Mit der Einführung des "Expert Planners" konnte ein massgebender Schritt in der Digitalisierungsstrategie des Kunden realisiert werden. Dadurch gestaltet sich nicht nur die Planung und Koordination von Experten zur Abschätzung wetterbedingter Agrarschäden effizienter und einfacher, sondern auch der Zugriff auf prozess- und zukunftsrelevante Daten wurde deutlich verbessert.
Zugang zu wertvollen Daten
Expertendaten wie Know-how, Sprachen und Wohnort sind nun zentral zugänglich und filterbar.
Weniger Telefonate und Administration
Verfügbarkeiten müssen nicht mehr einzeln telefonisch abgefragt und von Hand nachgeführt werden.
Mehr Übersicht
Antworten, offene Rückmeldungen und Planungsstände sind zentral und schnell erfassbar.
Einfachere Teilnahme ohne Login
Expertinnen und Experten antworten über einen persönlichen Link. Keine Registrierung und kein Login nötig.
Ausgangslage & Problemstellung
Koordination mit hohem manuellem Aufwand
Wenn nach einem Schadenereignis Expertinnen und Experten eingeplant werden, müssen Verfügbarkeiten schnell und zuverlässig geklärt werden. Zuvor erfolgte diese Abstimmung weitgehend telefonisch: Personen wurden einzeln kontaktiert, Antworten von Hand nachgeführt und bei Nichterreichen mehrfach erneut angefragt.
Noch vor dem ersten Telefonat stand jedoch die Auswahl selbst an. Für jeden Einsatz musste manuell geprüft werden, wer überhaupt in Frage kommt:
- Fachliche Eignung: Verfügt die Person über das Know-how, um das beschädigte Produkt zu beurteilen?
- Sprache: Spricht sie die Sprache der Kundin oder des Kunden?
- Erreichbarkeit: Ist der Ort des Schadenereignisses logistisch überhaupt zu bewältigen?
Diese Angaben lagen verstreut vor und mussten für jede Anfrage neu zusammengetragen werden. Mit zunehmender Zahl an Terminen und Beteiligten entstand so ein erheblicher administrativer Aufwand – ohne zentrale Sicht darauf, wer bereits geantwortet hatte und für welche Tage verfügbar war.
Die Entstehung
Vom verstandenen Problem zum produktiven Werkzeug
Unser Vier-Phasen-Vorgehen (Analyse und Beratung, Konzeption, Entwicklung, Launch & Support) bildete den Rahmen dieses Projekts.
Requirements Engineering: Den Arbeitsalltag verstehen
Zu Beginn stand die Problemanalyse im Fokus. Gemeinsam wurden der bestehende Telefonprozess, beteiligte Rollen, Ausnahmen und die entscheidenden Informationsflüsse aufgenommen um Pain- und Gain Points zu identifizieren.
Vom Prozess zur Handskizze
Aufbauend auf Phase 01 entstanden erste Abläufe der möglichen Lösung bewusst mit Stift und Papier. So konnten Varianten schnell verglichen, unnötige Schritte entfernt und das gemeinsame Verständnis geschärft werden, ohne dabei wertvolle Projektzeit zu verschwenden.
Lo‑Fi-Prototyping: Abläufe testen
Aus den Skizzen wurden klickbare Wireframes entwickelt. Im Fokus stand die Akzeptanz durch den Enduser in Bezug auf den User Flow sowie die Informationsarchitektur.
Hi‑Fi-Prototyping: das Interface verfeinern
Die validierten Abläufe erhielten ein mit den CI/CD-Voragebn des Kunden konsistentes Interface. Status, Rückmeldungen und nächste Aktionen wurden so gestaltet, dass sie auch bei vielen Anfragen schnell erfassbar bleiben.
Engineering, Testing & Iteration
Frontend, Anwendungslogik, Datenhaltung und Kommunikation wurden schrittweise zusammengeführt. Automatisierte Tests sicherten zentrale Funktionen und Abläufe kontinuierlich ab. Ergänzend erprobte eine kleine Testgruppe die Lösung unter praxisnahen Bedingungen. Ihr Feedback zu Bedienbarkeit und Prozessverständnis floss direkt in weitere Iterationen ein.
Vom Go-live zur laufenden Verbesserung
Nach technischer Qualitätssicherung, Praxistests und fachlicher Abnahme wurde die Lösung kontrolliert in den Arbeitsalltag überführt. Auch danach fliessen Erfahrungen aus der Nutzung in gezielte Optimierungen und die Weiterentwicklung ein.
Lösungskonzept
Von der Anfrage bis zum geplanten Einsatz
Ein durchgängiger Prozess ersetzt wiederholte Einzelabstimmungen und hält alle Beteiligten auf dem aktuellen Stand.
Umfrage erstellen
Zeitraum und benötigte Fachpersonen werden zentral zusammengestellt.
Per SMS einladen
Die ausgewählten Expertinnen und Experten erhalten eine direkte Anfrage.
Mobil antworten
Die Verfügbarkeit wird über einen persönlichen Link ohne Login gemeldet.
Rückmeldungen bündeln
Antworten und noch ausstehende Rückmeldungen werden übersichtlich sichtbar.
Einsatz abschliessen
Passende Personen werden ausgewählt, gebucht und erhalten eine Bestätigung.
Umsetzung
Eine klare Architektur für zwei Nutzungssituationen
Technisch handelt es sich um eine durchgängige Fullstack-Webanwendung: Ein geschütztes Portal für die Disposition und ein bewusst reduzierter mobiler Antwortprozess für Expertinnen und Experten greifen auf dieselbe Logik und denselben Datenbestand zu.
Im Hintergrund sorgt eine gemeinsame Anwendungslogik dafür, dass der Planungsstand konsistent bleibt, Einladungen automatisiert per SMS verschickt werden und alle Rückmeldungen strukturiert sowie dauerhaft gespeichert werden.
Vereinfachte Lösungsarchitektur
Zwei fokussierte Zugänge greifen auf einen gemeinsamen, konsistenten Planungsstand zu.
- DispositionGeschütztes Portal für Auswahl und Planung.
- Mobile AntwortPersönlicher Link, ohne Registrierung und Login.
- AnwendungslogikHält den Planungsstand konsistent und steuert den Zugriff.
- SMS-DienstVersendet Einladungen und Bestätigungen automatisiert.
- DatenhaltungSpeichert alle Rückmeldungen strukturiert und dauerhaft.
Verwendete Technologien
Das Ergebnis
Zwei Oberflächen, ein gemeinsamer Prozess
Die Disposition erhält Übersicht und Kontrolle. Expertinnen und Experten sehen nur das, was sie für eine schnelle Antwort benötigen.

Produktansicht mit anonymisierten Beispieldaten

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